Als ich Ende der 80-er Jahre nach Deutschland kam wusste ich noch nicht, dass mich mit diesem Land eine Liebe fürs Leben verbinden sollte. Ich war 17 Jahre alt, in meiner Heimat Italien gab es weder Arbeit noch Geld – ich war bereit für das Abenteuer in einem fremden Land.

Schon als Kind habe ich meiner Mutter Angelina beim Eismachen über die Schulter geschaut – und ich war fasziniert davon.

So lag es nahe, dass ich im Münsterland in verschiedenen Eisdielen zu arbeiten begann, von Anfang an hatte ich aber immer eigene Ideen, die ich verwirklichen wollte.

Freunde vermittelten mir 1993 ein Ladenlokal in Marl, das ich nach meinen Vorstellungen umgebaut habe. Leicht war der Sprung in die Selbstständigkeit nicht, vieles musste ich lernen. Nicht nur eine fremde Sprache, auch unternehmerische Herausforderungen wie Personalführung, Buchhaltung und Gastkontakt waren für mich Neuland.

Ich machte meinen Weg und wagte 2009 noch einmal einen Neustart, in einem neuen Ladenlokal, diesmal nicht als Mieter, sondern als Eigentümer – eine Menge Verantwortung. Neue Geschäftsfelder kamen hinzu, Antipasti, eine Vinothek und Dolci.

Seit zwei Jahren ist nun mein Sohn Giuliano mit im Unternehmen und führt die Familientradition fort. Für mich bietet das die Chance, noch einmal etwas Neues zu machen und ein zweites Standbein zu finden.

Mit „Mamma Zeolla“ und der „TRUCKtoria“ bin ich in Zukunft mobil und kann innerhalb von wenigen Minuten ortsunabhängig ein komplettes italienisches Eiscafé oder eine mobile Trattoria aufbauen.
Der Name „Mamma Zeolla“ ist übrigens eine Hommage an meine Mutter, mit der die Eismacher-Geschichte begonnen hat und der ich so vieles zu verdanken habe.
Auch wenn es inzwischen viele neue Produkte gibt, die mir eine Menge Spaß machen, wird das Eismachen in meinem Leben immer eine zentrale Rolle spielen. Ich bin ein Perfektionist und stehe manchmal nächtelang in der Küche, bevor ich mit einer neuen Eissorte zufrieden bin. Diese Begeisterung und den Ehrgeiz werde ich auch in das neue Projekt einfließen lassen, das verspreche ich. Die Leidenschaft ist etwas, das mich antreibt. Wenn diese Leidenschaft eines Tages nicht mehr da ist, werde ich meine Schürze an den Nagel hängen und aufhören!

Salute, Antonio Zeolla

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